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Ionut Huma
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Die SHLF appellieren: Wir brauchen mehr Rücksichtnahme im Wald!

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit verzeichnen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR) auch 2021 ein deutlich erhöhtes Aufkommen Erholungsuchender in allen Wäldern der zu den Landesforsten gehörenden Förstereien. »Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass so viele Menschen Erholung in den Wäldern oder in anderen Naturräumen suchen, da es davon zeugt, dass sie um den Wert unserer Natur wissen. Allerdings fällt es in letzter Zeit leider immer wieder auf, dass sich nicht alle Erholungsuchenden an die geltenden Gesetze und an gegenseitige Rücksichtnahme im Wald halten«, erklärt Tim Scherer, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, ein aktuelles Problem, mit dem die Försterinnen und Förster der Landesforsten zusehends zu kämpfen haben.

Das stellt auch Fritz Ole Wolter, Leiter der Försterei Lütjensee, in den letzten Wochen verstärkt fest: »Ich habe bemerkt, dass bestimmte Waldwege unerlaubterweise von Autos befahren wurden. Darüber hinaus nutzen nicht alle Erholungsuchenden die Waldwege, einige leinen auch ihre Hunde nicht an, obwohl es in unseren Wäldern laut Landeswaldgesetz aus guten Gründen eine ganzjährige Leinenpflicht gibt.«

So beklagt der Förster, dass einige Hundebesitzer der Meinung wären, dass eine gute Hundeerziehung ausreiche, um den geliebten Vierbeiner von der Leine zu lassen. »Oftmals wissen Hundebesitzer nicht, dass von ihren freilaufenden Hunden je nach Jahreszeit eine Gefährdung für die Brut oder für Wald- und Weidetiere ausgeht. Es kommt leider immer wieder vor, dass Wald- und Weidetiere von freilaufenden Hunden gehetzt oder gerissen werden. Und letztendlich geht für freilaufende Hunde selber eine Gefahr aus, wenn sie in einen Fuchs- oder Dachsbau geraten oder durch das Hinterherlaufen auf die Straße gelangen«, fasst Wolter die konkreten Gefahren zusammen, die sich aus der Nichtbeachtung der Leinenpflicht ergeben können. »Die Hunde selbst können nichts dafür. Hier sind ihre Frauchen und Herrchen gefragt, sich korrekt zu verhalten.«

Direktor Scherer weist indes darauf hin, dass die Landesforsten einiges unternehmen, um Erholungsuchenden den Aufenthalt im Wald angenehm zu gestalten: »Hundebesitzern bieten wir mit den Hundewäldern zum Beispiel Auslauf- und Freiflächen innerhalb der Landesforsten an. Darüber hinaus bieten wir unseren Waldbesuchern eine hohe Dichte an Reit- und Wanderwegen und weiteren Erholungseinrichtungen, die wir regelmäßig pflegen und instand halten.« Am besten aber sei es für alle, Mensch und Tier gleichermaßen, wenn gerade in Corona-Zeiten der Wald mit noch mehr Augenmaß und Rücksichtnahme besucht würde, so Scherer.

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Hinweisschild am Waldeingang

Am Waldeingang weisen Schilder auf wichtige Verhaltensweisen hin, die es im Wald zu berücksichtigen gilt.

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