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Durchforstungen im Rehbrook, Bahrenhöfer Wohld, Kuhkoppel und Fohlenkoppel für strukturreichen Wald

Revierleiter Maximilian Scheel bietet Führung in der Försterei Fohlenkoppel an und beantwortet Fragen zur naturnahen Waldwirtschaft

(Reinfeld) In der Försterei Fohlenkoppel der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten finden ab dem 4. August 2026 reguläre Waldpflegemaßnahmen statt. Für die Dauer der Waldarbeiten, die bis voraussichtlich Ende Oktober andauern, kann es in den entsprechenden Arealen zu vorübergehenden Sperrungen kommen. »Für die Unannehmlichkeiten bitte ich um Verständnis. Die Absperrungen sind zum Schutz aller Waldbesucherinnen und Waldbesucher und der dort arbeitenden Forstwirte zwingend notwendig«, erklärt der Revierleiter der Försterei Fohlenkoppel, Maximilian Scheel.

Aktuell bereitet Scheel durch das sogenannte Auszeichnen  - also u.a. der Markierung der zu entnehmenden Bäume  - die Durchforstungen in den Beständen vor. Ziel der Durchforstung ist die Entwicklung der Laubmischwälder, die von Buchen und Eichen geprägt werden, zu dauerwaldartigen Strukturen, in denen zukünftig wie in einem Mehrgenerationenhaus starke und große Bäume mit kleinen Bäumen aus der Naturverjüngung als Strukturmosaik wachsen. »Wir fördern Bäume im Wachstum, die besonders alt und stark werden und einmal das Kronendach als sogenannte Zukunftsbäume beherrschen sollen. Dafür werden gezielt einzelne Bäume gefällt, damit sich die Zukunftsbäume besser entwickeln können«, erzählt Scheel.

Erfreulich ist die bereits vorhandene Baumartenvielfalt in den Mischwäldern der Fohlenkoppel. So kommen in den meisten Beständen neben den Hauptbaumarten Buche und Eiche auch Esche, Hainbuche, Kirsche, Bergahorn, Linde und Ulme vor. Viele Sträucher wie Hasel, Feldahorn, Weiß- und Schwarzdorn, Holunder, Hasel, Wildapfel und Wildbirne findet man wiederum in den Waldrändern. »Von dem Mehrangebot an Licht profitieren auch kleine Rotbuchen, Bergahorne und Hainbuchen aus der nachwachsenden Naturverjüngung und anderen Bestandsschichten«, erklärt Scheel. Natürlich achte man auch auf Sonderstrukturen wie Totholz und Habitatbäume, die als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze erhalten werden.

Ab Ende August kommt unter anderem dann auch das sogenannte Kombinierte Holzernteverfahren zum Einsatz: Hierbei arbeiten Forstwirte und Holzerntemaschinen Hand in Hand zusammen. Das Verfahren bringt Vorteile für den Wald und die dort arbeitenden Menschen: Es kann besonders pfleglich gearbeitet und die nachwachsende Verjüngung geschont werden, und gleichzeitig verbessert die Maschine die Arbeitssicherheit und Leistung der Forstwirte. So können die Waldarbeiten schneller abgeschlossen werden. Aus Bodenschutzgründen ist die Holzerntemaschine, ein Harvester, mit bodenschonenden Bändern ausgestattet und fährt ausschließlich auf den sogenannten Rückegassen. Die Bänder verringern den Bodendruck und sorgen für weniger Spurbildung auf den Rückegassen. Der Rest des Waldbodens ist für die Maschinen tabu und bleibt unbeeinträchtigt. Der Transport des Holzes werde laut Scheel bei passender Witterung zeitnah erfolgen. Der hier zum Einsatz kommende Tragschlepper sei ebenfalls mit bodenschonenden Bändern ausgestattet. Beim Bodenschutz setzen die Förster noch auf einen weiteren Helfer – das Wetter. »Je trockener der Boden ist, desto größer ist seine Tragfähigkeit. Das kann sonst nur starker Frost, der im Klimawandel leider nicht mehr planbar ist«, erklärt Scheel. Daher setze man bei empfindlichen Böden verstärkt auf die Trockenphase im Spätsommer bis Frühherbst mit noch relativ hohen Bodentemperaturen.

Es werde außerdem nicht ein Baum mehr gefällt als langfristig wieder nachwachse, versichert Scheel. Dafür sorge eine Inventur, die alle zehn Jahre im Wald der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten durchgeführt wird. Das sei Teil des Konzeptes der naturnahen Waldwirtschaft der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.

Für alle interessierten Waldbesucherinnen und Waldbesucher bietet Förster Scheel zudem einen Waldspaziergang am 20.8.2026 um 17:00 Uhr an, um Fragen zu den Pflegemaßnahmen vor Ort zu beantworten. Treffpunkt ist der Waldeingang am Rehbrook (A21 Abfahrt 18 Tremsbüttel und dann über die A21 in Richtung Lasbek und nächste Möglichkeit rechts abbiegen) https://maps.app.goo.gl/6QGKWrzP1zwcfJae7 .

Anmeldungen erbittet Förster Scheel an seine E-Mailadresse unter maximilian.scheel@forst-sh.de

Bei Fragen zum Holzeinschlag oder der naturnahen Waldbewirtschaftung steht auch die Pressestelle der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten unter ionut.huma@forst-sh.de oder unter 04321/5592105 gerne zur Verfügung.

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