Schleswig-Holsteinische Landesforsten bitten um Hinweise und setzen Videoüberwachung ein
(Kisdorf) Im Friedwald Kisdorf kam es am vergangenen Wochenende zu Sachbeschädigungen. An dem Bestattungswald wurden Hinweistafeln und ein mobiler Bauwagen mit Graffiti beschmiert, und ein Kasten für Informationsflyer angezündet. Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, die den Friedwald betreuen, sind entsetzt und bitten die Bevölkerung, sachdienliche Beobachtungen mitzuteilen. Zur Verhinderung weiterer Straftaten setzen die Försterinnen und Förster auf die Videoüberwachung gefährdeter Bereiche.
»Wir sind entsetzt über dieses rücksichtslose und respektlose Verhalten gegenüber der Natur und der letzten Ruhestätte der dort Beigesetzten«, sagt der bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten unter anderem für Bestattungswälder zuständige Abteilungsleiter Thies Mordhorst. Eine Anzeige sei bereits erstattet worden. Auch die Schäden sind weitgehend beseitigt und ein neuer Bauwagen für die vor Ort arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeliefert worden. Um weitere Straftaten und Beschädigungen künftig zu verhindern, werde in gefährdeten Bereichen des Bestattungswaldes ab sofort eine datenschutzrechtlich konforme Videoüberwachung eingerichtet. Des Weiteren bitten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten um Mithilfe aus der Bevölkerung. Hinweise zu den Vorkommnissen vom vergangenen Wochenende nimmt die zuständige Polizeistation in Henstedt-Ulzburg entgegen.
Der FriedWald Kisdorf liegt im Kisdorfer Wohld, mitten im beliebten Naherholungsgebiet »Endern«. Unter dem schützenden Blätterdach von über 120 Jahre alten Eichen und Buchen finden Menschen unabhängig von Konfession oder Herkunft ihre letzte Ruhe. Die Asche der Verstorbenen wird in biologisch abbaubaren Urnen unter den Bäumen beigesetzt. Betreut wird die Waldfläche von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.