Schleswig-Holsteinische Landesforsten und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betonen Rolle des Waldes für Mensch und Natur zum Internationalen Tag des Waldes
(Neumünster) Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betonen am Tag des Waldes die wichtige Rolle von Wäldern für Mensch und Natur im Norden. Wälder sind weit mehr als reine Naturkulisse: Sie sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, schützen Klima und Wasser, fördern Gesundheit und Erholung und liefern mit heimischem Holz einen wichtigen nachwachsenden Rohstoff vor der eigenen Haustür. Es gelte daher, dass öffentliche Bewusstsein für das verantwortungsvolle und nachhaltige Management dieser zentralen Naturressource zu schärfen.
»Wälder sind Lebensgrundlage für Milliarden Menschen weltweit und auch hier im Land zwischen den Meeren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor«, betont Dr. Chris Freise, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF). Als PEFC- und FSC-zertifizierter Forstbetrieb setzen die Landesforsten auf eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Ziel sei es, den Wald als wertvolles Ökosystem zu erhalten und gleichzeitig eine langfristige Nutzung des Rohstoffs Holz zu sichern, und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum zu erhalten. Nachhaltige Holzernte leiste auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Holz speichere Kohlenstoff langfristig und ersetze energieintensive Materialien wie Stahl oder Zement. »So stärken wir Klima- und Artenschutz im eigenen Land und sichern zugleich die nachhaltige Nutzung unserer Wälder für kommende Generationen«, sagt Freise. Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (SDW), unterstreicht die Bedeutung des Waldes. Angesichts des Klimawandels stehe dieser zunehmend unter Druck. »Der Wald ist ein Schatz für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und unsere Zukunft. Ihn zu bewahren, heißt Leben zu schützen – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen«, sagt die SDW-Landesvorsitzende Sandra Redmann. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kooperiere daher mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in verschiedenen Projekten bei der Schaffung von neuen Waldflächen und der waldbezogenen Umweltbildung in Schulwäldern und den jährlichen Jugendwaldspielen.
Der 21. März wurde erstmals 1971 von der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) als »Tag des Waldes« ausgerufen. Dies geschah als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Ende des Jahres 2012 wurde dann auf Beschluss der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung der traditionelle 21. März eines jeden Jahres zum »Tag der Wälder« auf internationaler Ebene erklärt. Das diesjährige Motto lautet »Wälder und Wirtschaft«.