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Ionut Huma
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Förster und Naturschützer arbeiten Hand in Hand für Heide und Zauneidechse

Heidepflege am Ochsenweg stärkt Artenvielfalt und bewahrt historisches Bodendenkmal

(Neumünster) Derzeit finden am Ochsenweg zwischen Heidbunge und Sorgbrück auf Flächen der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der Gemeinden Owschlag und Kropp umfangreiche Pflegearbeiten in den Heidebereichen statt. »Ziel der Maßnahmen ist es, wertvolle Offenlandlebensräume langfristig zu erhalten, die Artenvielfalt zu fördern und das kulturhistorisch bedeutsame Bodendenkmal Ochsenweg zu pflegen«, berichtet Udo Harriehausen, Abteilungsleiter Naturschutz bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.

Zu den Maßnahmen auf den Heideflächen und den dortigen Binnendünen zählen unter anderem die Entfernung von Gehölzaufwuchs und die gezielte Herstellung von Rohbodenstellen, die für den Erhalt dieser seltenen Lebensräume unerlässlich sind. Darüber hinaus wird auf den Flächen ein Ansiedlungsprojekt für die streng geschützte Zauneidechse initiiert, deren Auswilderung im kommenden Sommer geplant ist. Diese Tiere wurden bereits vom Reptilienexperten Thomas Jaspert fachkundig herangezogen und sollen die bestehenden Populationen stärken und zur Wiederbesiedlung geeigneter Lebensräume beitragen. »Ergänzend zur klassischen Heidepflege werden dafür spezielle Reptilienverstecke und Sonderstrukturen angelegt, die der Zauneidechse geeignete Versteck- und Brutmöglichkeiten bieten. Davon profitieren aber auch weitere Arten trocken-warmer Lebensräume wie etwa Wildbienen, seltene Käfer- und Ameisenarten, andere Reptilien und gefährdete Blütenpflanzen«, erzählt Marius Stapelfeldt von der Lokalen Aktion Naturpark Westensee – Obere Eider.

Ein weiterer Aspekt der Arbeiten ist die Pflege des kulturhistorisch bedeutenden Bodendenkmals Ochsenweg. Die Maßnahmen wurden hierzu im Vorfeld mit dem Archäologischen Landesamt abgestimmt und berücksichtigen sowohl naturschutzfachliche als auch denkmalpflegerische Belange. Initiiert wurde das Projekt von der Lokalen Aktion Naturpark Westensee – Obere Eider, die auch die laufenden Arbeiten koordiniert. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den für die Flächen zuständigen Förstereien Lohe und Brekendorf der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Mit den aktuellen Pflegearbeiten wird so ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der einzigartigen Heidelandschaft, zum Schutz dort lebender, seltener Arten und zur Bewahrung eines bedeutenden Kulturdenkmals in der Region geleistet. Die Maßnahme wird aus Mitteln der »Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)« über den Bund und das Land Schleswig-Holstein gefördert.

 

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