Schleswig-Holsteinischen Landesforsten kooperieren mit Wasser- und Bodenverband Schwartau und Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
(Ostholstein) – Auf einer knapp zwei Hektar großen Offenfläche in den Dakendorfer Gründen der Försterei Ahrensbök und der Curau mit einer Länge von ca. 215 m konnten auf Initiative der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten gemeinsam mit dem Wasser- und Bodenverband Schwartau (WBV Schwartau) und dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) eine wichtige Renaturierungsmaßnahme zur Verbesserung des ökologischen Zustandes der Curau und der Offenfläche bei den Dakendorfer Gründen umgesetzt werden. Ziel ist die Wiederanbindung der Offenfläche an einen natürlicheren Verlauf der Curau, die Schaffung einer Überflutungsfläche und eines Amphibiengewässers als auch die Herstellung eines Knicks als Ökoton. Die Flächen- und Gewässergestaltung unterstütze damit die Ziele der Biodiversitätsstrategie des Landes Schleswig-Holstein zur Förderung der grünblauen Infrastruktur und biete damit sowohl der Natur als auch der Gesellschaft künftig einen konkreten Mehrwert, sind sich alle Kooperationspartner einig.
Die Gewässerstrukturen der Curau wurden durch den Einbau von Kies mit einer speziellen Körnung verbessert und durch Böschungsabflachungen sowie mit einer neu gestalteten Flutmulde wieder mit der Offenfläche vernetzt. Mit der Mulde kann Wasser auf die Offenfläche geleitet und dort länger gehalten werden. Dadurch entstehen Habitate beispielsweise für Amphibien, für Insekten wie auch für Pflanzenarten wie der Kuckucks-Lichtnelke, Sumpf-Kratzdistel oder Sumpfdotterblume, die typisch für staudenreiche Nasswiesen und Staudensümpfe sind. Wenn bei Mittel- und Hochwassersituationen nun vermehrt Wasser auf die Fläche strömt und dort länger verbleibt, hilft dies auch der Wasserspeisung der Curau in Trockenzeiten, was für viele Fließgewässerarten eine wichtige Unterstützung bedeutet.
Insgesamt wurden 50 Tonnen Kies mit Störsteinen eingebaut und rund 180 Kubikmeter Bodenmaterial als Knickwall verbaut. Götz-Alexander Mentz, zuständiger Revierleiter der Försterei Ahrensbök, und Robert Muus, Verbandsvorsteher vom WBV Schwartau, sind mit der Maßnahme sehr zufrieden. »Die äußerst gute Zusammenarbeit der Beteiligten hat in Rekordzeit ein tolles Projekt umgesetzt und die Bedeutung des Areals als Habitatfläche aufgewertet«, sagt Mentz und Muus ergänzt: »Die behördliche Begleitung durch die zuständigen Vertreter der Unteren Wasserbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Ostholstein ist besonders hervorzuheben, da durch deren Unterstützung die Durchführung der Maßnahme ermöglicht wurde. Dabei hat die finanzielle Unterstützung des Projektes durch Mittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes SH entscheidend zum Erfolg beigetragen.«