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Forstminister Albrecht informiert sich bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten

Der Klimawandel setzt mit extremen Witterungsbedingungen und daraus resultierenden Kalamitäten wie der Borkenkäferplage von 2018/2019 dem Landeswald in Schleswig-Holstein spürbar zu. Forstwirte, Försterinnen und Förster der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) sind derzeit im Dauereinsatz, um mit den diesjährigen Bekämpfungsmaßnahmen Herr der Borkenkäferplage zu werden. Währenddessen bringen zusätzliche durch den Klimawandel verursachte Waldschäden - zum Beispiel an Buchen, Eschen und Ahornen - die Forstleute an ihre Grenzen: »Der Landeswald befindet sich im Klimastress«, so Tim Scherer, Direktor der SHLF. »Wir blicken mit großen Sorgen in die Zukunft, obwohl wir im Verhältnis zu anderen Bundesländern bezüglich des Waldsterbens oder der diesjährigen Borkenkäferplage bisher vergleichsweise glimpflich davongekommen sind.«

Dennoch besteht kein Grund zum Aufatmen. Das weiß auch Forstminister Jan Philipp Albrecht. Er besuchte heute die SHLF, um sich selbst ein Bild der Situation im Landeswald zu machen. »Der Klimawandel stellt Wald und Forstwirtschaft vor neue Herausforderungen. Für die Zukunft sind verstärkt Stürme, Dürre-und Trockenperioden zu erwarten. Die Folgen des Klimawandels werden die ganze Aufmerksamkeit und Kraft unserer Försterinnen und Förster beanspruchen, um den Wald zu erhalten und zu stärken«, sagte Albrecht. Schleswig-Holstein verfolge seit längerem eine naturnahe Forstwirtschaft und in diesem Zusammenhang einen Waldumbau hin zu standortgerechten und damit auch klimastabileren Wäldern. Der Minister verwies auf die Förderung von Maßnahmen zur Wiederaufforstung, des Waldumbaus, von Waldschutzmaßnahmen und der Waldvermehrung.

Zumindest ist in diesem Jahr die Borkenkäferplage in den Wäldern der SHLF durch das Zusammenspiel aus »Sauberer Waldwirtschaft«, dem hilfreichen regnerischen Wetter und den ausgebrachten Trinet P-Systemen bis zum jetzigen Zeitpunkt einigermaßen eingedämmt worden. »Zwar ist die Käfersaison noch nicht vorbei, aber wir hoffen im Moment, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen«, wagte der Direktor der SHLF eine vorsichtige Prognose zum weiteren Verlauf der Käfersaison. «Unabhängig davon müssen dringend die Ursachen des Klimawandels gestoppt werden. Denn der intensive und hohe Kraftaufwand, den unsere Försterinnen und Förster jetzt an den Tag legen, um den klimagerechten Waldumbau unter Berücksichtigung aller angepassten Baumarten erfolgreich voranzubringen, wäre ansonsten dann vergeblich«, verweist Scherer nochmal auf die Dringlichkeit, den Klimawandel weiterhin zu bekämpfen.

Für Scherer ist es auch selbstverständlich, die deutliche Waldvermehrung im waldärmsten Bundesland Deutschlands als Teil der Strategie zum Erhalt des Waldes zu fördern: »Wälder und Bäume sind für unsere gesamte Umwelt, unser aller Leben und das kommender Generationen von unschätzbarem Wert. Das waren sie schon vor der Klimakrise und sind es seitdem umso mehr. Es sollte unser aller Anliegen sein, mehr Wälder zu pflanzen. Denn es sind die Bäume, die unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise sind.« Albrecht bestätigte, dass Walderhaltung, naturnahe Waldbewirtschaftung und Waldvermehrung wichtige Bestandteile der Klimaschutzbestrebungen der Landesregierung darstellen würden.

Pressekontakt

Ionut Huma
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