(Oersdorf) In der Försterei Hartenholm testen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten erstmalig eine innovative Erstaufforstungsmethode: Auf einer ehemaligen Ackerfläche von 1,1 Hektar wurden Sandbirke, Schwarzerle, Stieleiche, Küstentanne und Douglasie als klimaresiliente Baumarten per Drohnensaat ausgebracht. Eingesetzt wurde eine Skyseed-Saat-Drohne in Kombination mit einer eigens entwickelten Saat-Pelletierung für Waldbäume. »Dieses Projekt zeigt, dass innovative Technologien auch in der naturnahen Waldwirtschaft ihren Platz haben. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse«, sagt Dr. Chris Freise, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.
Die innovative Saat-Pelletierung ist für dieses Ausbringungsverfahren notwendig, da es die Samen vor Fraßfeinden schützt und die Keimung direkt auf der Fläche erleichtert. Die Eicheln der Stieleiche wurden ergänzend per Hand mit einem speziellen Eichelsaatstock gesät. Der große Vorteil der Direktsaat: Die jungen Bäume entwickeln von Anfang an natürliche, tiefreichende Wurzeln – eine wichtige Voraussetzung für ihre Widerstandskraft gegenüber Trockenstress und Extremwetterereignissen im Zuge des Klimawandels. Ab Juli darf mit ersten sichtbaren Sämlingen gerechnet werden.