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140 Jahre staatliche Forstämter Schleswig-Holstein. Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm Preußen die Herzogtümer Schleswig-Holsteins und ordnete am 1. Oktober 1867 die Verwaltungseinheiten neu. Aus den einstigen Hegereitstellen wurden Oberförstereien – die späteren Forstämter.

1883 zählte Otto von Hagen bzw. Donner in dem Werk »Die forstlichen Verhältnisse Preußens« im Regierungsbezirk Schleswig 16 Oberförstereien auf — mit einer Gesamtfläche von 37 063 Hektar, davon 81 Prozent Holzbodenfläche. Nach der Volksabstimmung von 1920 mussten die drei nördlichsten Oberförstereien, mit zusammen 9 450 Hektar Staatswaldfläche, an Dänemark abgetreten werden. 1926 gab es 10 Forstämter und 57 Förstereien.

1946 erhielten die Forstämter Flensburg, Schleswig und Neumünster einen Flächenzuwachs durch die Übertragung des ehemaligen Provinzialforstamtes auf das Land Schleswig-Holstein. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Fläche der Forstämter erheblich: 1955 betrug die Gesamtfläche 38 777 Hektar, 1996 waren es bereits 49 840 Hektar. Durch Erstaufforstungen kamen weitere Flächenanteile hinzu, sodass die Landesforstverwaltung zuletzt knapp 52 000 Hektar bewirtschaftete.

Ab Mitte der 90er Jahre begann die Auflösung von Forstämtern, so z. B. Rendsburg, Neumünster, Reinfeld, Barlohe. Das Forstamt Neumünster Ost wurde zum Landesbetrieb ErlebnisWald Trappenkamp. Die Zahl der Förstereien verringerte sich ebenfalls. 1954 waren 77 staatliche Förstereien verzeichnet, im Jahr 1994 nur noch 60. Bis Ende des Jahres 2007 sank die Zahl auf 30.

Mit der Gründung der Landesforsten als Anstalt öffentlichen Rechts am 01.01.2008 nahm der Weg von einer Verwaltung zu einem Unternehmen seinen Anfang und die Forstämter wurden aufgelöst. Dadurch entstand Raum für Kreativität und Eigenverantwortung in den Revieren, aber auch für Führungskultur und Leitungsverantwortung in der Zentrale.

Auf Basis von Dr. Georg Volquardts: 140 Jahre staatliche Forstämter in Schleswig-Holstein. In: kernig 4/07, S. 9-11.