Schleswig-Holsteinische Landesforsten : Aktuelle News
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13.03.17

Zum Schutze des Schilfes:

Teile der Schilfbestände am Bordesholmer See werden temporär eingezäunt

Schilf bietet vielen Vogel- und Fischarten wertvolle Brut- und Laichplätze, sein Fortbestand kann durch zahlreiche Belastungen jedoch auch gefährdet werden. Aus diesem Grund werden Teile des Schilfbestandes am Bordesholmer See nun temporär einzäunt. Die Einzäunung soll Wasservögel am Fraß des Schilfes hindern und die Zerstörung der Sprößlinge durch Wellenschlag mindern.

Der Umzäunung vorausgegangen ist eine umfassende Bestandsaufnahme des Schilfgürtels im vergangenen Jahr. Während die Ausbreitung von Schilf im feuchten Grünland an vielen Standorten nicht selten als Problem angesehen wird, ist der Rückgang der wasserständigen Schilfbestände an Seeufern vielfach Anlass für Schutzmaßnahmen geworden. Dabei stehen der Erhalt und die Entwicklung eines Lebensraums, der an den durch zahlreiche gesetzliche Bestimmungen geschützten Gewässerufern wichtige (ökologische) Funktionen übernimmt, im Vordergrund.

Der Bordesholmer See liegt angrenzend an das FFH-Gebiet Nr. 1826-302 »Wald am Bordesholmer See« und gehört sowie ein Teil der angrenzenden Waldbestände den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Christiane Herty, zuständig für Naturschutz und Zertifizierung in den SHLF, hat gemeinsam mit dem zuständigen Revierleiter Jörn Winter, dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR), der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), dem Amt Bordesholm und unterstützt durch die fachliche Beratung von Hartmut Roweck, Universitätsprofessor a.D. der CAU die den Versuchsaufbau mit einer temporären Einzäunung nach der Bestandsaufnahme eingehend diskutiert.

Die Einzäunung erfolgt an drei verschiedenen Stellen. Besucher am Bordesholmer See werden gebeten, den Versuchsaufbau nicht zu beeinträchtigen. Sollte sich die temporäre Zäunung als für die seeseitige Ausbreitung des Schilfes sehr positiv erweisen, so kann eine dauerhafte Zäunung bis zur Sicherung der Schilfbestände in kleinen Teilbereichen des Sees als Ergebnis der möglich sein. Sollten die Landesforsten feststellen, dass die Einzäunung insbesondere für Wasservögel eine erhebliche Gefährdung darstellt, so werden die Einzäunungen vor Ablauf des Projektzeitraums abgebaut.

Kontakt:
Christiane Herty

Projektleitung
Memellandstr. 15
24537 Neumünster
T _+49 (0) 4321/5592137
M _+49 (0) 175/2211841
E _christiane.herty(a)forst-sh.de

 

Försterei Bordesholm:
Jörn Winter

Mühlenkoppel 3
24790 Ostenfeld
T _+49 (0) 4331/2017149
M _+49 (0) 173/2075145
E _joern.winter(a)forst-sh.de

Pressekontakt:
Nadine Neuburg

Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Memellandstr. 15
24537 Neumünster
T _+49 (0) 4321/5592105
M _+49 (0) 175/2211864
E _nadine.neuburg(a)forst-sh.de