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Frau Benett-Sturies und Herr Dr. Schulz

Montag, 30. März 2009

Schleswig-Holsteinische Landesforsten und »Holsteiner Lebensraumkorridore«

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) haben einen besonderen Bezug zum Projekt »Holsteiner Lebensraumkorridore«. Sie sind mit ihren Flächen beidseits der Grünbrücke »natürlicher« Partner im Projekt »Holsteiner Lebensraumkorridore«. Diese Flächen sollen im Rahmen der naturnahen Waldbewirtschaftung behutsam durch Förderung bestimmter Zielarten, von der Haselmaus bis zum Rothirsch, aber auch von seltenen Pflanzengesellschaften, ökologisch weiter-entwickelt werden.

Tim Scherer, Direktor der SHLF: »Der Ansatz des Projektes passt »haargenau« zur Zielsetzung der Landesforsten, die Biodiversität in den Wäldern zu steigern. Wir versprechen uns daraus Erkenntnisse, welches Tun oder auch Unterlassen am effektivsten dazu beiträgt, seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und ihre Ausbreitung zu fördern.«

Die vorhandenen Strukturen wie Knicks, Waldaußen- und -innenränder, Habität-bäume und Totholz sollen vermehrt und verbessert werden. Die unterschiedlichen Lebensräume müssen enger miteinander vernetzt werden, um das Potenzial als Korridore wandernder Arten zu verbessern.

»Das heißt aber nicht, dass die Bewirtschaftung der Wälder völlig eingestellt wird.
Vielmehr geht es auch darum, Nutzungs- und Schutzfunktion möglichst weitgehend in Einklang zu bringen«, betonte Scherer, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.
Der ErlebnisWald Trappenkamp, die zentrale Waldpädagogische Einrichtung der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, übernimmt in dem E+E-Vorhaben den Part, jungen Menschen die Konfliktfelder der Lebensraumzerschneidung handlungs-orientiert verständlich zu machen.

Anne Benett-Sturies, verantwortlich für die Waldpädagogik und den Naturschutz der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten:
»Kinder und Jugendliche mit den Fragestellungen des Projektes zu konfrontieren ist konkrete Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Hier wird der menschliche Einfluss auf unsere Landschaftsentwicklung für junge Menschen erlebbar, sowohl mit ökologischen, sozialen, wie auch ökonomischen Komponenten.«

Wenn im Rahmen der laufenden Vorstudie eine genaue Bestandsaufnahme von Arten und Biotopen erfolgt ist, können auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen entwickelt und geplant werden. Dabei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ihre Kompetenz einbringen, die aus der langjährigen Bewirtschaftung und Gestaltung der betroffenen Flächen erwachsen ist.
Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten unterstützen dieses Projekt mit Überzeugung und Engagement.

Schleswig-Holsteinische Landesforsten
ErlebnisWald Trappenkamp                        27. März 2009