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Schleswig-Holsteinische Landesforsten auf gutem Weg
Direktor Tim Scherer und Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, trafen sich heute im größten geschlossenen Waldgebiet der Landesforsten – dem Segeberger Forst. Sie bewerteten die ersten zwanzig Monate des noch jungen Unternehmens und die aktuelle Situation.
Fazit: Die strukturellen Veränderungen von einer Landesverwaltung zu einem Unternehmen haben sich bewährt. Mit einer zentralen Leitung der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in Neumünster und den Rahmenbedingungen einer neuen unternehmerisch ausgerichteten Rechtsform wurden die Entscheidungswege kürzer, schneller und flexibler. Mit unternehmerischen Weichenstellungen werden natürliche Produktionsrisiken und auch Marktentwicklungen besser abgefedert.
Entsprechend positiv hat sich die wirtschaftliche Lage entwickelt. Wie der Direktor der Landesforsten, Tim Scherer, hervorhob, erzielte der Betrieb bereits im ersten Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis. Mit einem Jahresumsatz von 10,2 Mio. Euro verzeichneten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten einen Buchgewinn von 1,9 Mio. Euro; darin enthalten sind allerdings Zuschüsse, die der Betrieb für die Übergangsphase und für Gemeinwohlleistungen benötigt. Scherer: »Mit diesem Ergebnis lagen wir deutlich über Plan. Ermöglicht wurde dies vor allem durch eine Straffung der Organisationsstruktur, durch Effizienzsteigerungen, Personalabbau, stärkere wirtschaftliche Ausrichtung des Betriebes und Erschließen neuer Geschäftsfelder«.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius, begrüßte die hervorragende Entwicklung der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und dankte dem Direktor und den Beschäftigten für ihren beispielhaften Einsatz. Rabius wörtlich: »Die positiven Ergebnisse zeigen, dass die Entscheidung goldrichtig war, den Landeswald nicht zu veräußern, sondern ihn organisatorisch zu reformieren und neu aufzustellen. Die Kritiker sind verstummt, und die Motivation der Mitarbeiterschaft ist gut. Unser Landeswald leistet Hervorragendes für die Allgemeinheit – wie Naturschutz, Naherholung und Waldpädagogik – und das auf wirtschaftlich stabiler Basis!«
Zur aktuellen Lage verwies Direktor Scherer darauf, dass der Holzmarkt wieder positive Signale aussendet. Es herrscht nach der wirtschaftlich spürbaren Delle am Markt wieder eine steigende Nachfrage nach Nadelholzabschnitten, Industrie- und Energieholz. Im Gegensatz zum vergangenen Herbst werden bereits jetzt Frühverträge für Buchenlangholz abgeschlossen, das vor allem für den Export nach Fernost bestimmt ist. Die hohe Nachfrage nach Energieholz wird bei wieder steigenden Energiepreisen weiterhin anziehen. Auch hier beginnen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten die Direktvermarktung von fertigem Brennholz – ein Element der Erweiterung der Produkt-Palette.
Allerdings gibt es auch natürlich bedingte Risiken: Auch in diesem Sommer hinterlassen die Borkenkäfer ihre Spuren, aber die Waldbäume sind durch wenig, aber gut verteilte Niederschläge zurzeit noch recht vital. Außerdem helfen die kühlen Sommernächte (8 – 10°C) den Förstern, denn der Borkenkäfer mag es auch nachts warm (>15°C). So ist der Schadverlauf bisher mit nur ca. 300 Festmeter Schadholz in der Segeberger Heide sehr erträglich.
Nach einer richtungsweisenden Testphase wird jetzt die Arbeitsorganisation in der Waldarbeit angepasst. Die bisher in einzelnen Revieren angesiedelten Forstwirte (Waldarbeiter) werden in der technischen Produktionsleitung zusammengefasst. Die Beschäftigten werden so gezielter nach ihren speziellen Fähigkeiten eingesetzt, ob bei der Bewirtschaftung und Pflege des Waldes, als Baumsteiger oder bei der Waldpädagogik. Damit werden die Voraussetzungen für einen flexiblen und zugleich schlagkräftigen Einsatz von »Manpower« und Maschinen für die jeweiligen Arbeitsfelder optimiert. Mit dieser Neuausrichtung des Unternehmens wird gleichzeitig der Arbeitsschutz deutlich verbessert.
Direktor Scherer betonte abschließend:»Wir wissen wo wir hinwollen, wir sind auf einem gutem Weg. Der Wald ist unser Wirtschaftsgut, unser Arbeitsplatz, aber auch unsere Leidenschaft!«
Schleswig-Holsteinische Landesforsten 28.08.2009
Anne Benett-Sturies
Leiterin Abteilung 3
Naturschutz, Erholung,
Waldpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit









