
Röbeler Holz
Röbeler Holz: Rotbauchunken schützen — Lebensraum verbessern Schleswig-Holsteinische Landesforsten und Stiftung Naturschutz kooperieren
Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten packen es gemeinsam an: Das Röbeler Holz bei Eutin, Kreis Ostholstein, soll wieder zur Frosch-Konzert-Arena für die vom Aussterben bedrohten Rotbauchunke werden. Tim Scherer, Direktor der Landesforsten, und Heinrich Rottmann, Leiter des Flächenmanagement der Stiftung Naturschutz, unterzeichnen heute, 24. Juli, den entsprechenden Kooperationsvertrag.
Noch in den 50er Jahren war die Unke mit dem orangeroten Bauch rund um die ostholsteinische Seenplatte weit verbreitet und gab im Frühjahr ihre charakteristischen Konzerte. Ihr Hupen klingt ähnlich dem Ton, der beim Blasen über eine Flaschenöffnung entsteht. Heute sind die stimmgewaltigen Froschlurche nur noch vereinzelt zu hören, ihre Bestände bis auf wenige Vorkommen zusammengeschrumpft. Eine Restpopulation lebt hier im landeseigenen Wald. Die Rotbauchunke steht nicht nur in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste, sie ist auch europaweit gefährdet. In der EU sind daher zum Erhalt der farbenfrohen Unke, wie hier im Röbeler Holz, NATURA 2000 Gebiete ausgewiesen worden.
»Ohne unsere Hilfe werden die Rotbauchunken hier langfristig nicht überleben«, ist sich Rottmann sicher. Seit 2004 tourt die Amphibieninitiative der Stiftung mit dem Bagger durchs Land, schafft auf ihren und den Flächen anderer Eigentümer neue Laichgewässer und unterhält eine eigene Amphibienstation. Hier werden aus Laich, kleine Frösche, Kröten und Unken herangezogen. Rund 50 daumennagelgroße Rotbauchunken setzen Scherer und Rottmann zur Stützung des Bestandes im Röbeler Holz aus. »Wir freuen uns über diese Kooperation mit den Landesforsten und sehen die gemeinsamen Schutzmaßnahmen für die Rotbauchunke als Auftakt für weitere gemeinsame Naturschutzprojekte«, erklärt Rottmann. »Auch die Arbeit selbst läuft Hand in Hand,« freut sich Scherer, »während Forstarbeiter vom Revier Kellinghusen Bäume und Sträucher entfernen, die die Gewässer zu stark beschatten, kommt dann im Herbst der Stiftungsbagger und legt neue Tümpel an und optimiert bestehende.«
An Erholung suchende Spaziergänger ist auch gedacht: Die Landesforsten haben eine Konzertbank spendiert. Hier lässt sich in Zukunft mit Blick über die Teiche genüsslich dem Froschkonzert im Röbeler Holz lauschen.
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Nicola Brockmüller, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Eschenbrook 4, 24113 Molfsee
T_ +49(0)431/2109020
Ulrik Steffen, Schleswig-Holsteinische Landesforsten
Erlebniswald Trappenkamp
Tannenhof, 24635 Dalldorf
T_ +49(0)4328/1704840









