


Erfolgreiche Holzauktion in Schleswig-Holstein
In den vergangenen 2 Tagen kamen auf zwei Wertholzlagerplätzen in Daldorf, Kreis Segeberg und in Lanken, Kreis Herzogtum Lauenburg rund 3.600 Festmeter (=Fm entspricht Kubikmeter m³) der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holsteins Wäldern im Rahmen eines schriftlichen Meistgebotsverfahrens zum Verkauf.
Diese Laub- und Nadelwertholz-Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf einmal im Jahr gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ausgerichtet. Auf dem Lagerplatz in Lanken bieten zeitgleich der Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und der Stadtwald Mölln sowie der Stadtwald Lübeck ihr Wertholz an.
Mit der gesamten Angebotsmenge sind diese Laub- und Nadelwertholz-Submissionen in Schleswig-Holstein ein bedeutsamer Verkaufstermin von Wertholz im norddeutschen Raum.
Auf den Lagerplätzen wurden die Wertholzstämme für vier Wochen zur Besichtigung präsentiert, damit die Holzkunden die Qualität der Stämme nach ihren spezifischen Anforderungen beurteilen konnten. Während es im vergangenen Winter aufgrund der Schneemassen enorme Schwierigkeiten gab, die Stämme für die Besichtigung schneefrei zu halten, gab es in dieser Saison die Probleme mit Schnee und Eis bereits vorher im Wald selbst. Die Holzernte und spätere Holzabfuhr gestaltete sich sehr mühsam, bis die Stämme schließlich noch rechtzeitig auf die Lagerplätze kamen.
Insgesamt haben sich 25 Bieter aus ganz Deutschland sowie aus Dänemark und Polen an der Submission beteiligt. Verkauft wurden 16 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirschen und Erlen, Douglasien und Lärchen.
Das wertvolle Laubholz geht vor allem an Furnier-Betriebe sowie an Sägewerke, die daraus hochwertiges Schneideholz beispielsweise für die Möbelproduktion herstellen. Ein Teil der Eschen wurde auch an Stielproduzenten verkauft.
Gegenüber dem Vorjahr wurde die gesamte Angebotsmenge um 26 Prozent erhöht. Aufgrund der guten Nachfrage wurde insbesondere deutlich mehr Eiche (2.500 Festmeter gegenüber 2.000 Festmeter) und Esche (765 Festmeter gegenüber 470 Festmeter) angeboten.
Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 360 Euro/Fm erzielt (Vorjahr 405 Euro/Fm).
Bei der Eiche gab der Durchschnittspreis gegenüber dem Vorjahr von 494 auf 432 Euro/Fm etwas nach. Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los aus den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg mit 1.369 Euro/Fm.
Bei der Esche konnte trotz über 60 Prozent gestiegener Angebotsmenge mit 192 Euro/Fm insgesamt ein stabiler Durchschnittspreis erzielt werden (Vorjahr 190 Euro/Fm). Die teuerste Esche erbrachte 309 Euro/Fm. Das Höchste Gebot beim Ahorn erzielte ein »Riegel«-Ahorn der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur mit 1.279 €/Fm. Der Stamm geht an das Furnierwerk Fritz Kohl in Bayern.
Die »Riegelung« beim Ahorn ist ein relativ seltener welliger Faserverlauf in den Jahrringen. Solches Holz ist sehr begehrt. Ansonsten war die Nachfrage nach Ahorn erwartungsgemäß zurückhaltend. Im Durchschnitt erzielte der Ahorn 262 Euro/Fm (Vorjahr 342 Euro/Fm).
Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten hatten auf dem Lagerplatz Daldorf rund 840 Festmeter im Angebot, davon 580 Festmeter Eichenholz. Dafür wurden im Durchschnitt 4,4 Angebote pro Versteigerungs-Los abgegeben. (Vorjahr 6,5 Angebote). Der Durchschnittspreis lag für Eiche bei 492 Euro/Fm (557 Euro/Fm), für die Esche bei 193 Euro/Fm (221 €/Fm). Der Spitzenstamm der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten kommt aus der Försterei Hamdorf aus dem Revier Bönebüttel und erbrachte 1.248 Euro je Festmeter. Es ist zugleich auch der teuerste Stamm der Submissionen. Mit 5,6 Fm brachte diese rund 200-jährige Eiche einen Erlös von insgesamt 7000 Euro. Der Stamm geht an das Furnierwerk Schorn & Groh in Karlsruhe. Der stärkste Eichenstamm auf dem Lagerplatz Daldorf mit 7,8 Festmeter aus der Forstbetriebsgemeinschaft Ostholstein geht zu einem Preis von 4.500 Euro an den Schleswig-Holsteinischen Laubholzsäger Johann Hardkop aus Schönberg im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen zufrieden. Die Preise insbesondere für Eichen und Eschen haben gegenüber dem Vorjahr bei deutlich gestiegenen Angebotsmengen etwas nachgegeben bzw. sind stabil geblieben. Insgesamt erreichen die Preise wieder ein zufriedenstellendes Niveau.
Harald Nasse, Abteilungsleiter für Holzmarkt und neue Geschäftsfelder bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und Dr. Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur, bewerten das Ergebnis gleichermaßen positiv. »Es setzt sich bei der Laubstammholz-Submission in Schleswig-Holstein ein Trend fort, der sich in den letzten Wochen auch schon bei anderen Laubholzversteigerungen in Deutschland gezeigt hat. Die Marktentwicklung war in diesem Jahr vom Konjunkturaufschwung geprägt. Die Nachfrage nach wertvollem Eichen und besonders nach Eschen ist spürbar gewachsen«.
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Harald Nasse, Leiter Abteilung 4, Holzmarkt, neue Geschäftsfelder
Die ergebnisse der diesjährigen Holzsubmission finden Sie hier in unserem Downloadbereich.
Für Fachinformationen wenden Sie sich bitte an Harald Nasse,
T _+49 (0) 04321/5592-140
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