
Erfolgreiche Holzauktion in Schleswig-Holstein - stabile Preise für Eiche und Esche
In den vergangenen Tagen kamen rund 3.600 Festmeter der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holsteins Wäldern im Rahmen eines schriftlichen Meistgebotsverfahrens zum Verkauf.
Diese Laubstammholz-Submissionen werden einmal im Jahr gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten auf dem Wertholzlagerplatz Daldorf und zeitgleich vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck auf dem Lagerplatz Lanken ausgerichtet. Mit der gesamten Angebotsmenge sind diese Laub- und Nadelwertholz-Submissionen in Schleswig-Holstein ein bedeutsamer Verkaufstermin von Wertholz im norddeutschen Raum.
Insgesamt haben sich etwa 22 Bieter aus ganz Deutschland sowie aus Dänemark und Polen an der Submission beteiligt. Verkauft wurden 18 verschiedene Holzarten, vor allem Eiche und Esche, sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche, Erle, Roteiche, Hainbuche und Walnuss.
Das wertvolle Laubholz geht vor allem an Furnier-Betriebe sowie an Sägewerke, die daraus hochwertiges Schneideholz beispielsweise für die Möbelproduktion herstellen. Eichen und Eschen werden zum Teil auch für Fußbodendielen oder wertvolle Schlossdielen verwendet. Ein Teil der Eschen wurde an Stielproduzenten verkauft.
Gegenüber dem Vorjahr blieb die Angebotsmenge insgesamt konstant. Aufgrund der guten Nachfrage wurde aber deutlich mehr Esche angeboten, dafür etwas weniger Eiche. Eiche und Esche erzielten die gleichen Durchschnittspreise wie im Vorjahr mit 433 Euro je Festmeter für Eiche und 193 Euro je Festmeter für Esche. Das Höchstgebot der Submissionen erzielte ein Walnussstamm der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur mit einem Preis von 1.159 Euro je Festmeter. Der teuerste Stamm der Submissionen kommt von den Kreisforsten Lauenburg - eine Eiche, die mit 5,8 Festmetern einen Erlös von insgesamt 6.294 Euro erzielte.
Auf dem Lagerplatz der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in Daldorf am Rande des ErlebnisWaldes Trappenkamp wurden rund 2.400 Festmeter Wertholzstämme für vier Wochen zur Besichtigung präsentiert und regelmäßig vom Schnee befreit, damit die Holzkunden die Qualität der Stämme nach ihren spezifischen Anforderungen sorgfältig beurteilen konnten.
Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten hatten auf dem Lagerplatz Daldorf rund 842 Festmeter, die Schleswig-Holsteinische Holzagentur rund 1.557 Festmeter im Angebot. Der Spitzenstamm der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ist eine Eiche aus der Försterei Scharbeutz mit 5,7 Festmetern und einem Erlös von insgesamt 4.440 Euro. Die teuerste Esche der gesamten Submissionen kommt von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Herzoglich Oldenburgischen Forstverwaltung Lensahn mit 6,7 Festmetern, einem Spitzenpreis von 347 Euro je Festmeter und einem Gesamterlös von 2.328 Euro.
Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Preise für die mengenmäßig wichtigsten Holzarten der Submissionen, für die wertvollen Eichen und Eschen, sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Harald Nasse, Abteilungsleiter für Holzmarkt und neue Geschäftsfelder bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, und Dr. Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur, bewerten das Ergebnis als Zeichen für einen stabilen Holzmarkt gleichermaßen positiv. »Es setzt sich bei der Laubstammholz-Submission in Schleswig-Holstein ein Trend fort, der sich in den letzten Wochen auch schon bei anderen Laubholzversteigerungen in Deutschland gezeigt hat. Die Nachfrage nach wertvollem Eichen ist anhaltend hoch, die nach Eschen spürbar gewachsen«.
Für Fachinformationen wenden Sie sich bitte an Harald Nasse
T _+49 (0) 04321/5592-140
F _+49 (0) 175/221 1840
E _ harald.nasse(at)forst-sh.de










